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Update zum Welttag des Buches: Danke Matilda!

Dramatische Szenen spielen sich heute ab: Leser, Autoren und Verlage rasten aus, Menschen stürmen in die Buchhandlungen und Bibliotheken, während die Buchblogger sich vor Aufregung in die Höschen machen. Schlagt eure Augen auf, werft einen Blick in eure Kalender – endlich ist er da! Der Welttag des Buches.
Heute dreht sich alles um Bücher. Und weil es heute schon genug Empfehlungen und Verlosungen gibt, möchte ich mich mit euch in eine ruhige Ecke setzen und ganz gemütlich Plaudern. Über Zimmerpflanzen und Altersvorsorge.

Haha, kleiner Spaß. Natürlich geht es hier ums Lesen. Ich will eure Geschichte: Wie seid ihr zur Literatur gekommen? Wie hat euch das Lesefieber gepackt? Was bedeutet euch das Lesen? Was war das erste Buch, das ihr abseits des Schulunterrichts allein gelesen habt? Am Welttag des Buches gibt es die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“.  Ich möchte die Freude am Lesen heute mit euch teilen und erzähle euch meine Lese-Geschichte:

Matilda

Mein Vorbild: „Matilda“ (1996 Sony Pictures Home Entertainment)

Mein erstes Buch hat mir meine Mutter vom Einkaufen mitgebracht. „Herr Ringelschwanz will Picknick machen“ habe ich in den ersten Sommerferien meines Lebens gelesen und mich ganz allein durch die Sätze unter der Bildergeschichte gequält. Ein Jahr später wurde „Matilda“ aus der Verfilmung des gleichnamigen Buches von Roald Dahl mein Vorbild, wie sie durchs Lesen ihrem traurigen Alltag entflieht und sich mit dem gesammelten Wissen das Leben erkämpft, von dem sie immer geträumt hat. Ich erinnere mich noch gut, wie mich lange Texte am Stück anfangs angestrengt haben. Aber die Geschichten haben mich jedesmal belohnt und je mehr ich las, desto einfacher wurde es.
Während „Jim Knopf“ noch etwas langsam voran ging, las ich mich durch „Momo“ in kurzer Zeit durch und meine Lesekarriere war nicht mehr aufzuhalten. Fantasy, Mangas, Teenager-Schnulzen, historische Romane landeten in meinem Regal. Und bald darauf fing ich an, mich an den Büchern meines Vaters zu vergreifen. Edgar Allan Poe, Wolfgang Koeppen, Robert Merle, Kurt Tucholsky öffneten mir den Weg zu einem ganz neuen Lesen. Seitdem lese ich alles kreuz und quer, befeuert von dem steten Nachschub durch meine Arbeit als Buchhändlerin. In der Buchhandlung habe ich auch gelernt, unterschiedliche Lesertypen und Kundenarten zu unterscheiden, denn jeder Kunde brachte seine eigene Motivation und seine Ansprüche ins Gespräch.

Immer wenn „Matilda“ im Fernsehen läuft, erinnere ich mich an meine ersten Bücher. Sie sind meine Heimat geworden. Heute fällt mir auf, dass ich das Buch von Roald Dahl nie gelesen habe. Hinterlasst mir eure Geschichte, ich stürme dann mal fix die nächste Buchhandlung.

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Update zum Welttag des Buches: Mein Lesestoff

Welttag des Buches 2014

Und was lest ihr gerade? Ich habe derzeit den ersten Band einer Trilogie vor der Nase. Fantasy ist eher selten meine Baustelle, aber die „Elbenthal-Saga“ von Ivo Pala hört sich vielversprechend an. Ich habe gerade erst eine dreibändige Dystopie hinter mir und freue mich schon auf das Kontrastprogramm. Eine Rezension folgt bald!