Bücher, Netzwelt und Stimmen in meinem Kopf

Archiv für die Kategorie ‘Zwischenruf’

Neuigkeiten: Bin ich jetzt Verlegerin?

Ja, ich bin jetzt wohl Verlegerin. Es klingt noch etwas ungewohnt, aber ich habe ja einige Zeit, um in den Satz hineinzuwachsen. Ich habe in den letzten Monaten daran gearbeitet, mich selbstständig zu machen, mich beraten lassen, recherchiert und vorbereitet.

Das Ergebnis ist ein kleiner eBook-Verlag, der euch regelmäßig mit Lesestoff versorgen wird. Das Ziel ist, tolle Projekte mit Autoren zu machen und Leser gut zu unterhalten. In Zukunft werde ich euch auf dem Verlagsblog Ebooktipps.net über Veröffentlichungen informieren,  Beiträge zum Thema eReading teilen, Buchtipps geben und mit euch ins Gespräch kommen!

Ich möchte, dass Leser mit meinen eBooks kurzweilige Lesestunden verbringen und dabei entspannen oder mitfiebern können. „Gute Unterhaltung“ ist das Motto und deshalb werden die Bücher unter anderem aus den Genres Krimi, Thriller, Liebe, Phantastik kommen.

Jetzt ist die Aufregung groß, ob ich meinen Platz in der Buchwelt finden kann. Ich bin in guter Gesellschaft zu anderen eBook-Verlagen, die in den letzten Jahren tolle Bücher auf die Lesegeräte gebracht haben.

Weitere eBook-Verlage

Wie geht es jetzt weiter?

Ich wachse. Jeden Tagen ein kleines bisschen mehr mit neuen Aufgaben, größeren To-Do-Listen und Welteroberungsplänen. Ich mache einen Schritt nach dem anderen und werde mit jedem Tag stärker, klüger und besser – für die Autoren, die mir ihre Projekte anvertrauen und für meine Leser. Neuigkeiten und weitere Infos wird es in den kommenden Tagen auf Ebooktipps.net geben, sowie auf Twitter und Facebook. Das wird ein Abenteuer!

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Rezension: Zukunftsromane von Jirgl und Klein

Reinhard Jirgl und Georg Klein haben beide im gleichen Jahr zwei Romane veröffentlicht, die sich mit der Zukunft der Menschheit beschäftigen. Jirgls „Nichts von euch auf Erden“ und Kleins „Die Zukunft des Mars“ erschienen 2013 und erzählen beide auf ihre Weise wie eine Zukunft aussieht, in der die Marsbesiedlung Realität geworden ist.  „Juhu, Marsbesiedlung“, dachte ich. „Juhu, Jirgl und Klein“, dachte ich. Also habe ich angefangen zu lesen.

In Reinhard Jirgls „Nichts von euch auf Erden“ kehren die Menschen, die seit mehreren Generationen auf dem Mars leben zurück auf die Erde, denn das Terra-Forming Projekt muss nachgebessert werden. In ihrer Abwesenheit hat sich die Gesellschaft der Menschen jedoch stark verändert. Die Ländergemeinschaften sind isoliert voneinander, jegliche Art von Konflikt ist beigelegt, die menschliche Natur ist durch einen Eingriff in das Erbgut völlig frei von Aggressionen, sexuellen Bedürfnissen und der Notwendigkeit von emotionalen Bindungen. wpid-img_20140726_090633.jpg
Die Marsmenschen sind hingegen den heutigen Menschen in Sprache, Denkweisen und Temperament ähnlich geblieben. Sie reißen die Macht auf der Erde an sich, „korrigieren“ das veränderte Erbgut der schlaffen Erdenmenschen und verpflichten Zwangsarbeiter.
Jirgl erzählt sehr verdichtet, lyrisch und technisch vom großen Universum, in dessen Maßstab von Zeit und Raum der Mensch nur eine kleine Anomalie ist.

In Georg Kleins „Die Zukunft des Mars“ haben die Menschen ebenfalls versucht, den Mars zu besiedeln. Dieses Vorhaben wird jedoch als gescheitert betrachtet, da der Kontakt zu den Kolonisten nach einem schweren Unglück abbrach. Doch der Leser erfährt von einer Gesellschaft auf dem Mars, die sich ohne Kontakt zu den Vorvätern auf der Erde, eigenständig und mit zäher Ausdauer weiterentwickelt. Wechselnd erzählt Klein von dem entbehrungsreichen Leben auf dem Mars und dem Leben auf der Erde, das von Krieg, Mangel und Krankheiten gekennzeichnet ist. wpid-img_20140824_173405.jpg
Während der junge Hilfsarzt Porrporr in seinen heimlichen Aufzeichnungen Einblick in die Kultur auf dem Mars gibt, wird auf der Erde die Geschichte der Lehrerin Elussa und ihrer Tochter Alide erzählt. Georg Klein liefert einen spannenden Zukunftsroman, der ohne langatmige wissenschaftliche Ausführungen auskommt und dem Leser trotzdem ein geschlossenes Zukunftsbild zeichnet.

Brüder im Geiste: Georg Kleins und Reinhard Jirgl haben sich einem ganz ähnlichen Thema gewidmet. Schafft es der Mensch, den Mars zu kolonisieren? Was passiert mit den Menschen auf der Erde?
Jirgl beantwortet diese Fragen fast schon wissenschaftlich. Basierend auf heutigen Prognosen und Technologien extrapoliert er ein Zukunftsszenario, das teilweise denkbar aber nicht sehr reizvoll ist. Der Grundtenor ist ein alter Bekannter: Der Mensch richtet sich selbst zugrunde. Und: Geschichte wiederholt sich. Sein Hauptheld fügt sich in sein wechselhaftes Schicksal und steuert unaufhaltsam mit dem Rest der Menschheit auf die große Katastrophe zu. Dabei seziert Jirgl mit seiner verdichteten Sprache und seiner eigenwilligen Interpunktion unsere Kultur und Denkmuster. Entstanden durch einen unwiederholbaren Zufall, hinterlässt der Mensch eine Schneise der Zerstörung hinter sich und verschwindet schließlich von der Bildfläche.
Auch bei Klein ist die Zukunft keine goldene: Der Mensch verschenkt die Chancen der von ihm entwickelten Technologien, die Marsmission geht über Kriege und Konflikte in Vergessenheit. Der Leser gewinnt den Eindruck, dass die Erdengesellschaft in Kleins Roman durch Krankheit, Krieg und Katastrophe sogar in die Vergangenheit zurückgeworfen wurde. Kleins Roman liest sich flüssiger als der kopflastige Roman von Jirgl. Er erzählt eine Zukunftsgeschichte mit sympathischen Haupthelden, überraschenden Wendungen und Happy-End, der Leser kann sich vollständig in der Atmosphäre des Romans verlieren. Beide Autoren sind hervorragende Erzähler. Jirgls Stil und Sprachgewalt überfordern den Leser auf angenehm anregende Weise.

Die Lektüre von Jirgls Buch hat allederdings weit mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich für ein Buch gleicher Stärke gewohnt war. „Juhuu“, habe ich erst wieder gedacht als ich es endlich durchgelesen hatte.

Geek Special: May the 4th be with you

Heute ist zwar noch nicht der 4. Mai, aber für alle, die es noch nicht so richtig mitbekommen haben: Die Besetzung des neuen Star Wars Films wurde endlich bekannt gegeben und Fans der alten Episoden dürfen sich über einige bekannte Gesichter freuen: Zusammen mit Harrison Ford tauchen auch „Luke Skywalker“-Darsteller Mark Hamill, sowie  „Prinzessin Leia“-Schauspielerin Carrie Fisher wieder gemeinsam auf der Leinwand auf.

Eins steht ebenfalls schon fest: Die Erwartungen an den Film sind unerfüllbar hoch. Jeder, der den Ausspruch „Han shot first!“ kennt (und benutzt) wird die Episode VII jetzt schon hassen. Vor allem, da Disney bei Lucasfilm auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Ich persönlich habe den falschen Geburtsjahrgang um da wirklich den Schulterschluss mit den eingefleischten Fans überzeugend zu demonstrieren.

Da ich dennoch meine ersten Star Wars Filmabende noch vor der Neubearbeitung mit den nachträglich eingefügten Special Effects hatte, nehme ich mir das volle Recht, abschätzig auf die Ankündigung und den sich nahenden Hype zu blicken. (Pah!) Wenn ich aber ehrlich bin versuche ich nur, meine Vorfreude nicht überschäumen zu lassen. Die Angst verletzt zu werden ist zu groß. (Hach!)

Trio Mortale

„Geht schon mal vor, ihr zwei. Ich kaufe schonmal das Popcorn!“
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Blog-Intro

Ich habe mich für einen musikalischen Blog-Start entschieden. Ein wunderbares 12-Minuten-Lied ohne Worte: „Ocean“ by John Butler.

Herzlich Willkommen bei „Frau Pixel“! Nach acht Jahren habe ich beschlossen, meinen alten Blog aufzugeben und noch einmal ganz neu, ohne Altlasten zu starten. Jetzt bin ich hier und möchte mit euch Musik, Videos, Texte und Bücher teilen. Was ihr wissen solltet, bevor wir anfangen:

5 Fakten über „Frau Pixel“

  1. Fährt gern Zug. Allein.
  2. Fährt gern Auto. Mit einem Beifahrer und Musik.
  3. Besitzt eine gut sortierte Briefmarkensammlung.
  4. Besitzt einen E-Reader, aber kein Smartphone.
  5. Hat „Kirby’s Dreamland 2“ auf dem GameBoy als einzige von ihren Geschwistern ganz durchgespielt. Take this, großer Bruder!

Dann kann es ja jetzt losgehen.