Bücher, Netzwelt und Stimmen in meinem Kopf

Habt ihr für 2016 gute Vorsätze gefasst? Zum Jahresende empfehle ich euch mit meinem letzten Blogbeitrag des Jahres in dieser Rezension nicht nur Bücher, sondern auch gleich den dazugehörigen guten Vorsatz für das neue Jahr: Lernt Programmieren! Es ist nicht nur sinnvoll, ein paar digitale Grundkenntnisse zu erwerben, sondern kann auch noch prima vom heimischen Sofa aus gelingen. Ich habe mir zwei Bücher angeschaut, die sich eigentlich an Kinder und Jugendliche richten, aber egentlich allen absoluten Anfängern einen motivierenden Einstieg bieten. Ich studiere Informatik im Nebenfach und weiß, welche Stolpersteine angehende Programmierer frustrieren können. Aber ich kann euch Mut machen: Mit diesen beiden Büchern könnt ihr ganz einfach in das Thema Computer einsteigen und euch neue Ideen holen.

Guter Vorsatz: Programmieren lernen

„Programmieren supereasy“ ist im Verlag Dorling Kindersley erschienen und für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Das großformatige Sachbuch erklärt mit vielen bunten Bildern, wie ein spielerischer Umgang mit Programmbausteinen ein erstes Verständnis für Algorithmen fördern kann.  Die Programmiersprachen Scratch und Python werden im Buch an einfachen Aufgaben erklärt und eignen sich sehr gut für einen intuitiven Zugang zur Arbeit mit Code. Auf den 224 Seiten wird mit ersten kleinen Programmen und Spielen an leicht verständlichen Beispielen gezeigt, wie Probleme aus unserer Welt in Computersprache übersetzt werden können. Dazu gehören aber auch Kapitel, die ganz grundlegende Fragen klären, die auch Erwachsene interessieren dürften: Wie funktioniert ein Computer? Und wie funktioniert das Internet? „Programmieren supereasy“ ist nicht nur ein elektronisches Bastelbuch für Kinder, sondern ist meine Empfehlung für alle, die endlich verstehen wollen, wie die Technik grundlegend funktioniert, die so ein wichtiger Teil unseres Alltags ist. Die einfachen Erklärungen sind ideal für Anfänger, die bei Null anfangen und Grundlagen brauchen.

Hier werden grundlegende Fragen ganz einfach beantwortet

Hier werden grundlegende Fragen ganz einfach beantwortet

„Hack’s selbst – Digitales Do It Yourself für Mädchen“ von Beltz & Gelberg richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren. Allein die Bonbon-farbene Covergestaltung und der Titel des Buches haben mich erst einmal misstrauisch gemacht, ob die stereotypische Ausrichtung überhaupt praktische Informationen abseits von Selfies und Online-Shopping zulässt. Da lag ich mit meinem Urteil allerdings deutlich daneben, denn dieses Sachbuch für Mädchen begeistert für unterschiedlichste Themen rund um Technik. Hier geht es neben Sicherheit und Verschlüsselung auch um Ideen aus den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Design und Netzpolitik. Wer sich online ausprobieren und die technischen Möglichkeiten von Computern besser verstehen will, findet in diesem Buch einfache Erklärungen für ganz konkrete Ideen. Mit der Programmiersprache Ruby werden ganz einfache Code-Beispiele erklärt, die einen guten Einstieg zum Programmieren Lernen sind. „Hack’s selbst“ macht richtig Lust aufs digitale Basteln und kann Mädchen tatsächlich motivieren, technische Probleme selbst anzupacken und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Mit Ruby werden Grundlagen der Programmierung erklärt

Mit Ruby werden Grundlagen der Programmierung erklärt

 

Mein Fazit: Verschenkt diese Bücher an eure Kinder, Geschwister, Neffen und Nichten! Zu „Medienkompetenz“ gehört auch, die technischen Hintergrundprozesse in Grundzügen zu verstehen und die Möglichkeiten, die ein Computer bietet, zu kennen. Die beiden Sachbücher sind aber auch für Erwachsene geeignet, die sich endlich der Herausforderung stellen wollen und verständliche Erklärungen ohne technische Fachvokabeln brauchen. „Hack’s selbst“ empfehle ich vor allem neuen Bloggern, weil das Buch voller interessanter Anregungen steckt. Also: Lernt Programmieren! Mit diesen Büchern gibt es keine Ausrede mehr.
Und jetzt seid ihr dran: Welche Aufgaben habt ihr euch für 2016 vorgenommen? Was sind eure Erfahrungen beim Programmieren, auf welche Schwierigkeiten seid ihr gestoßen und welche Erfolgserlebnisse hattet ihr? Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Kommentare zu: "Rezension: Programmieren lernen – Bücher für Anfänger" (3)

  1. Die Bücher muss ich mir merken. Mein nutzt gerade das technische Interesse unserer Mittleren (10) und führt sie ans Löten heran. Zuletzt hat sie einen elektronischen Würfel gebastelt. Vielleicht kommen wir ja noch zum Programmieren. Mein Mann wäre begeistert!

    Komm gut ins neue Jahr!
    Alles Liebe, Mona

    • Das ist ja toll! Ich denke man kann den Spaß an Technik seinen Kindern genauso gut weitergeben wie den Spaß am Lesen. Da haben deine beneidenswerten Kinder ja genau die richtigen Experten an ihrer Seite 🙂

      Danke dir, frohes Neues und viel Erfolg beim Programmieren ^^

      • Unsere Freunde (er Physiker) waren gestern an Silvester da und ich habe deine Buchtipps gleich weiter gegeben. Das hat bei den Männern gleich Erinnerungen ausgelöst, wie man Kinder zum Programmieren „herausfordern“ kann. Der elektronische Würfel wurde natürlich auch ausgiebig bestaunt. 😀

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